Vom Zauberkasten auf die große Showbühne

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Die „Ehrlich Brothers“ begeistern ihr Pforzheimer Publikum mit grandiosen Illusionen

Pforzheim. Kann sein, dass der Begriff Superlative abgelutscht ist. Man kommt aber bei den „magischen Brüdern“, den „Ehrlich Brothers“, nicht drum herum. Am Mittwoch bekommen sie im Kongresszentrum nicht nur „full house“, sondern verdientermaßen auch Standing Ovations.

Lautstarkes Opening: Chris Ehrlich taucht erst im überdimensionalen iPad auf und kommt tatsächlich mit einem Motorrad daraus herausgefahren zu seinem Bruder Andreas. Foto: Roth

Lautstarkes Opening: Chris Ehrlich taucht erst im überdimensionalen iPad auf und kommt tatsächlich mit einem Motorrad daraus herausgefahren zu seinem Bruder Andreas. Foto: Roth

Wen schon ein simpler Kartentrick verblüfft, der fällt bei Andreas (37) und Chris (33) Ehrlich garantiert in Ohnmacht oder braucht Herztropfen – oder beides. Keine Ahnung, wo sie ihre sechs Lastwagen geparkt haben, die sie angeblich brauchen, um das Equipment für 500 Spezialeffekte und die 38 Kilometer Kabel zu transportieren. Ahnen kann man aber schon, als sich endlich nach einer Verzögerung der Vorhang lüftet, dass die Techniker bei den „Ehrlich Brothers“ nicht gerade Däumchen drehen. So sind auch während der Show immer einige schwarz gekleidete Gestalten zu Gange. Müssen sie auch, denn das riesige iPad muss ja jemand halten, aus dem dann Chris (Christian) mit einem dröhnend lauten Motorrad zu seinem Bruder auf die Plattform heraus gefahren kommt. Das ist das erste Mal, dass man sich ratlos am Kopf kratzen kann. Und das wird man noch zwei Stunden lang tun, denn die Show bietet noch genügend Knalleffekte. Im wahrsten Sinn des Wortes, denn die magischen Kunststücke werden auch gern mit stiebenden Feuerwerks-Funken untermalt. Das wundert nicht, hat doch Christian Ehrlich (beide heißen eigentlich Reinelt), nachdem er sich in Herford von seinem Bruder und dem sie ständig begleitenden Zauberkasten getrennt hat, nicht nur Anglistik und Romanistik studiert, sondern auch noch eine Ausbildung zum Pyrotechniker gemacht. Andreas Ehrlich hat zunächst Sport studiert, Mathematik auf Lehramt. Die Fingerfertigkeit des Zauberns haben sie aber dabei nicht verlernt. Beide wurden schon im jungen Alter in den Magischen Zirkel von Deutschland aufgenommen.

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