Voller Kitabeitrag, halbe Betreuungszeit – „Mein Sohn durfte nicht mal aufs Gruppenbild“
Stuttgart
Kitakinder mit einer Beeinträchtigung haben teils gekürzte Betreuungszeiten. Ein voller Tag wäre für diese gar nicht zu schaffen, meint eine Stuttgarter Erzieherin. Würden Kitas mehr Rückzug bieten, sei viel mehr möglich, entgegnet eine Mutter.
Bei Kindern mit Beeinträchtigung begrenzen Träger teils die Betreuungszeiten. So war es auch bei Diana Tesfayohannes' Sohn.
(Foto: IMAGO / Kirchner-Media; Lichtgut/Kovalenko)
Das Kind mit Beeinträchtigung hat eigentlich einen normalen Betreuungsvertrag, darf aber nur verkürzt in die Einrichtung kommen – diese Erfahrung hat nicht nur die Stuttgarter Mutter Diana Tesfayohannes gemacht, die mit ihrem Fall an die Öffentlichkeit gegangen ist. Die Alleinerziehende musste ihren Sohn wie berichtet statt nach den vereinbarten sechs Stunden in der Regel schon nach drei Stunden abholen – vor dem Mittagessen. Leistungen für eine Integrationshilfe für den entwicklungsverzögerten Jungen flossen zwar, aber er hatte keine Assistenz an der Seite. Dass die Mutter selbst schwer krank ist, kam erschwerend hinzu.
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