Vollblut setzen sich ein lautstarkes Denkmal
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Band löst sich nach einem furiosen Auftritt bei Rock im Tal auf – Donnerbalken und Big Balls halten die Party am Laufen
Mühlacker-Mühlhausen. Der Verein Kreuzungstreff Mühlhausen/Enz hat auch in diesem Jahr wieder 350 Besucher zu Rock im Tal in die Enztalhalle gelockt. Bereits zum dritten Mal in Folge war das Festival am Samstag vor allem durch die Partystimmung der begeisterten Besucher ein voller Erfolg.
Letztes Konzert: Vollblut verabschiedet sich von seinen Fans. Die Band löst sich auf. Foto: Czop
Für Vollblut mit Sänger René Richi Ament sollte dies der letzte Auftritt vor der Auflösung der Band sein. Schon im Vorfeld des Auftritts stimmte ein von Freunden der Band zusammengestelltes Überraschungsvideo mit Erinnerungen, Ausschnitten von Liveauftritten und allen professionell gedrehten Musikvideos auf den letzten Auftritt ein. Doch wer anschließend hängende Köpfe und Trauerstimmung erwartete, sah sich schwer getäuscht. Das Quintett legte furios, entschlossen, hoch motiviert und begleitet von Pyrotechnik los. Hier agierte keine Band, die am Ende ist, sondern eine durch zahlreiche Auftritte zusammengewachsene Einheit aus hervorragenden Musikern, angeführt von Ament, der sich über die Jahre zu einem charismatischen Entertainer entwickeln konnte, der das Publikum ständig anfeuerte und vom ersten Song an fest im Griff hatte. Gitarrist Salvo Fiorenza befand sich eben so häufig am vorderen Bühnenrand wie der Sänger und spielte seine Soli mit Feuer und Hummeln im Gesäß. Mühlhausen bekam ein letztes Mal alle veröffentlichten Songs um die Ohren geblasen, von einer Band, die noch einmal alles gab, mit der Motivation, einen denkwürdigen Schlusspunkt und sich vielleicht auch ein Denkmal zumindest auf dem Livesektor zu setzen. Vollblut war bestrebt, die Feierstimmung möglichst lang aufrecht zu erhalten, doch kam auch hier der Moment des Abschieds. Ament dankte noch einmal allen, die die Band auf ihrem Weg begleitet und unterstützt haben. „Ich erzähl Dir davon“ beendete gemeinsam mit den Musikern von Donnerbalken, Ex-Hassliebe-Sänger Matthias Münch und Konfettiregen den letzten Auftritt und damit die viel zu kurze Karriere einer Band, in der noch viel Potenzial steckt und von der man sich noch einige Alben und Auftritte gewünscht hätte. Wir sind uns bewusst was wir aufgeben, gestand Ament in seiner Abschiedsrede.
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