„Vogelschiss“ als Synonym
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Zu „,Vogelschiss‘ der Geschichte: Gauland sorgt für Empörung“ vom 4. Juni:
Alexander Gauland hat in seiner Rede den Nationalsozialismus in keinster Weise verharmlost, zumal er es selbst – und diese Zeitung hat die Äußerung zitiert wiedergegeben – ganz klar zum Ausdruck gebracht hat: das Bekenntnis Deutschlands an dem Verbrechen an vielen Millionen Menschen. Nur, dass Herr Gauland den Begriff „Vogelschiss“ als Synonym für einen „kurzen Zeitraum“ (zwölf Jahre Hitler-Diktatur in Bezug zu über 1000-jähriger gesamtdeutscher Geschichte) verwendete, sollte doch für eine halbwegs schulisch gebildete Person klar zu deuten sein. Doch leider zeigt sich mir in Anbetracht der Tatsache, dass dies sogar in den „Tagesthemen“ der ARD einen Sendebeitrag Wert war, welche Schwierigkeiten es für einige Redakteure und sogar so manchem Bundespräsidenten bereitet, solche sprachlichen Stilmittel zu verstehen. Oder will man es nicht verstehen? Schließlich lassen sich negative Schlagzeilen besser verkaufen als positive – und in besonderem Maße lässt sich der Bezug zur AfD beobachten.
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