Viele Fragen zur Quarantäne im Queens-Hotel

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Angeblich wollen sich Unternehmer vor Kosten drücken

Niefern-Öschelbronn (pm). Die Niefern-Öschelbronner FW/FDP-Gemeinderatsfraktion fordert Informationen zur vierwöchigen Quarantäneunterbringung von Corona-positiv getesteten Mitarbeitern oder Mitarbeitern mit Corona-typischen Symptomen der Firma Müller-Fleisch in den Räumen des ehemaligen Queens-Hotels. „Es ist absolut richtig, dass das Gesundheitsamt aufgrund der katastrophalen Unterbringungssituation der rumänischen Leiharbeiter gehandelt hat, nachdem die Quarantäneregelungen nicht eingehalten werden konnten“ so der Fraktionsvorsitzende Professor Dr. Erik Schweickert. Diese Probleme seien allerdings schon seit langem bekannt, so Schweickert weiter. Deshalb stelle sich die Frage, inwieweit wertvolle Zeit verloren wurde durch die Argumentation von Landrat Bastian Rosenau, der unmittelbar nach dem Corona-Ausbruch im Umfeld von Müller-Fleisch zunächst argumentiert hatte, das Unternehmen sei „systemrelevant“ und der beste Schutz der Bevölkerung sei, wenn die Mitarbeiter bei Müller weiterarbeiten würden. Dadurch, so Schweickert, habe sich das Virus vielleicht weiter verbreiten können. Außerdem seien alternative Prüfungen von größeren Unterbringungsmöglichkeiten versäumt worden, etwa aus der Flüchtlingsunterbringung, die nun so kurzfristig nicht reaktiviert werden konnten. Schließlich könne nicht garantiert werden, dass es nicht noch in andere Betrieben im Enzkreis zu einem massiven Corona-Ausbruch kommt, der ebenfalls eine externe Quarantäneunterbringung erforderlich mache.

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