Verhältnismäßig

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An, auf, hinter, in, neben, über, unter, vor, zwischen, bis, durch, für, gegen, je, ohne, um, wider. So, das musste jetzt sein. Die unscheinbaren kleinen Verhältniswörter, auch Präpositionen genannt, mussten einfach noch einmal eine Bühne bekommen, bevor sie bald möglicherweise ganz verschwinden. Schließlich ist man immer öfter gezwungen, „Gespräche“ wie folgende mitanzuhören: „Gehst du Aldi?“ – „Nein, ich muss Schule.“ Das könnte noch als Jugendsprache durchgehen, die sich auswächst wie Babyspeck oder krumme Beine. Doch die Verkehrsdurchsage in einem privaten Radiosender erschüttert das Vertrauen. Da werden Menschen, die „Stuttgart müssen“ vor Staus gewarnt, und in Kombination mit anderen Orten wiederholt sich die Präpositionsellipse. Hätte der Sprecher doch einen Sprach-Stau gehabt!

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