Verein kämpft um jeden Baum
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Initiative „Lebendige Wiese“ ist weit über die Grenzen von Ölbronn-Dürrn hinaus im Einsatz
Ölbronn-Dürrn. Man spürt es, und man sieht es ihm auch deutlich an: In der Nähe des riesigen, etwa 150 Jahre alten Birnbaums, der am Rand eines Ackers auf der Bauschlotter Platte steht, geht dem Naturschützer Gerd Döppenschmitt (77) das Herz auf. Die gleiche andächtige Freude breitet sich bei seiner Ehefrau Ursula aus und bei Mitstreiter Walter Schuhmacher.
Eine neue Wohnung für den Waldkauz (v.li.): Walter Schuhmacher, Ursula Döppenschmitt und Gerd Döppenschmitt vom Ölbronn-Dürrner Verein „Lebendige Wiese“. Foto: Roth
Den Baum kann das Trio vom Verein „Lebendige Wiese“ mit Sitz in Ölbronn-Dürrn zumindest als gerettet betrachten, denn das Prachtexemplar hat einen Paten. Der Landwirt, der jetzt an dieser Ecke seines Ackers einen kleinen Schlenker machen muss, bekommt für seinen Mehraufwand bei der Bewirtschaftung eine Entschädigung. Gut sichtbar an einem Ast hängt ein längliches Gebilde: eine Brutröhre für den Steinkauz, der laut Döppenschmitt auch davon Gebrauch macht. „Und es sind dort sicher über 2000 Insektenarten zu finden.“ Alte Bäume und Totholz seien ein wertvoller Lebensraum, und der Verein will zudem sichtbar machen, dass Spechte und Eulen ohne solche Unterschlüpfe kaum mehr eine Chance hätten, ihre Bruthöhlen einzurichten.
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