Unfallflucht kommt teuer

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Zeuge als „verdeckter Ermittler“

Maulbronn (md). Ein Vergehen, zu dem es in Deutschland täglich tausendfach kommt, ist der Parkrempler mit anschließender Unfallflucht. Oft kommen die Täter ungeschoren davon, und es bleibt für kurze Zeit vielleicht ein schlechtes Gewissen auf niedrigem Niveau. In manchen Fällen werden Unfallflüchtige aber auch erwischt – und dann wird die Sache teuer.

Der Maulbronner Amtsgerichtsdirektor Dr. Bernd Lindner hatte es Mitte dieser Woche mit einem typischen Fall zu tun. Eine 76-Jährige hatte auf einem Wanderparkplatz bei Ötisheim mit ihrem Wagen beim Zurücksetzen ein anderes Fahrzeug übersehen. Es rumpelte, die Frau stieg aus und machte sich ein Bild vom Schaden. Doch anstatt auf den Fahrzeugbesitzer zu warten, fuhr die Dame davon. Ihr Pech, dass an diesem Tag ein junger Mann – sozusagen als „verdeckter Ermittler“ – auf dem Wanderparkplatz in seinem Auto saß. Er beobachtete die Frau dabei, wie sie den Schaden am Wagen in Hockposition begutachtete. Der Zeuge wartete auf den Fahrzeugbesitzer, informierte ihn, mit der Folge, dass die Frau nun in Maulbronn auf der Anklagebank saß.

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