Überwältigende Vielfalt von Kunst

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Kulturinteressierte können bei einem vierstündigen Bummel durch Mühlacker zahlreiche Werke unterschiedlicher Genres genießen

Es ist, als ob einer ein großes Füllhorn der Kunst über der Senderstadt Mühlacker ausgeschüttet hätte. Und es scheint, als ob die Fülle dessen, was zum Vorschein kommt, unendlich wäre. Und man Tage bräuchte, um alles zu sehen. Obwohl auch die vierte Kunstnacht in Mühlacker ihrem Namen alle Ehre macht und vier Stunden lang zum Bummeln durch alle Genres einlädt, hat man das Gefühl, die Zeit rennt einem davon.

Überwältigende Vielfalt von Kunst

Rundliches kugelt in überraschender Form dank dem Großglattbacher Künstler Frank Robert Köhler durch das Kaufhaus Sämann. Fotos: Roth

Mühlacker. Eigentlich macht das auch die Kunst – davonrennen. Zumindest ist die von Wolfgang Rosbund in der „Kelter“ so mit Sicherheit nicht mehr zu sehen. Deshalb vom Kunstnacht-Organisator Frank-Ulrich Seemann wärmstens empfohlen. Wo er recht hat, hat er recht. „Der hat ja eine Bandbreite gehabt!“, sagt einer bewundernd. Das hat Rosbund, der zur Zeit des Ersten Weltkrieges bei Frankfurt geboren wurde, in der Tat. Die für den früh der Kunst zugetanen, sensiblen Jungen von den Eltern vorgesehene „solide“ Ausbildung konnte er wegen des Zweiten Weltkrieges nicht antreten. Genau genommen waren es der Krieg und die darauf folgende Berufsunfähigkeit, die ihm den Weg zur Kunst ebneten und Kunstinteressierten über 700 wertvolle und technisch raffinierte, teils mit feinem Humor durchzogene Bilder hinterließen. Der „zweifelhafte Vorgesetzte“ etwa hat ziemlich verzogene Gesichtszüge.

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