Trockenheit: Apfel-Ernte fällt dürftig aus

Enzkreis

Beim Kelterbetrieb offenbart sich die gegenüber regulären Jahren deutlich geringere Menge. Experten wie Obstbaum-Berater Bernhard Reisch und der OGV-Kreisvorsitzende Jürgen Metzger kennen die Folgen der anhaltenden Hitzeperioden. Hersteller müssen auf Vorräte zurückgreifen.

In der großen Presse der Kelter in Stein wird die zuvor maschinell zerkleinerte Maische ausgequetscht. Übrig bleibt der Trester, der als Tierfutter dienen kann. Foto: Roller

In der großen Presse der Kelter in Stein wird die zuvor maschinell zerkleinerte Maische ausgequetscht. Übrig bleibt der Trester, der als Tierfutter dienen kann. Foto: Roller

Enzkreis. Jeder Handgriff sitzt, am „Muser“, an der Presse und an der Abfüllanlage. Nach wenigen Minuten sind die Äpfel zu Saft geworden. Liter für Liter füllen die engagierten Ehrenamtlichen des Obst- und Gartenbauvereins Stein ab – ultrahocherhitzt in großen Getränkekartons mithilfe eines Verfahrens, das sich „Bag in Box“ nennt. „Es läuft gerade gut“, sagt Peter Neininger, der sich den OGV-Vorsitz mit Adrian Roser teilt und mit seinen Kollegen im Dauereinsatz ist. Gerade erst haben sie etliche Kilogramm Maische auf einen Anhänger gekippt. Es ist der dritte Termin, den die freiwilligen Helfer in der Kelter der Enzkreis-Gemeinde auf die Beine stellen, und dabei wird es vermutlich auch bleiben, denn die Bäume haben dieses Jahr deutlich weniger Früchte getragen als sonst.

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