Trinkwasserschutz geht dann doch zu weit

Enzkreis

Kreisrat beschließt einen Maßnahmenkatalog, wie mit den Folgen des Klimawandels umzugehen ist.

Enzkreis. Neben dem Klimaschutz beschäftigt sich der Enzkreis mit der Frage, wie man mit den Folgen des Klimawandels umgehen kann. Gemeinsam mit der Universität Freiburg und weiteren Pilotkommunen wurde ein Maßnahmenkatalog erarbeitet, der eine Strategie zur Klimawandelanpassung darstellen soll. Der Fokus liegt dabei nicht auf der Frage, wie sich CO2-Emissonen vermeiden lassen, sondern wie man dem unweigerlichen Klimawandel begegnet, oder, um es mit anderen Worten auszudrücken: wie der Enzkreis „klimarobust“ wird. Die Tücken liegen allerdings im Detail – und haben in der Kreistagssitzung am Montag zu einem Schlagabtausch geführt. Zwar steht das Gremium in weiten Teilen hinter dem Maßnahmenkatalog, an dem es auch mitgearbeitet hat. Der FDP-Fraktionssprecher Professor Dr. Erik Schweickert fragt sich jedoch: „Ist das nur für die Galerie?“ Dabei bezieht er sich konkret auf das Thema Trinkwasserschutz, das nicht nur für etliche Baugebiete, sondern auch für das geplante Gewerbegebiet „Reisersweg“ in Niefern das Aus bedeuten würde, weil der Maßnahmenkatalog angesichts drohender Dürrezeiten ursprünglich vorgesehen hatte, Wasserschutzgebiete der Klassen 1 und 2 grundsätzlich von Bebauung freizuhalten. Das Gewerbegebiet Reisersweg, so Schweickert, liege jedoch in einem Wasserschutzgebiet 2b – und dort sei Bebauung ausdrücklich erlaubt. „Es gibt in Baden-Württemberg zum Glück Gesetze und Verordnungen, die über der uns hier präsentierten Strategie zur Klimawandelanpassung stehen“, erklärte Schweickert und griff dabei vor allem den Grünen-Sprecher Joachim Wildenmann an, der „faktenfrei“ falsche Behauptungen in den Raum stelle.

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