Tempo 30: Entscheidung steht an

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Einwohnerversammlung: Bürger von Kleinvillars fordern weiterhin Geschwindigkeitslimit

Knittlingen-Kleinvillars. „Wir fühlen uns nicht ernst genommen“, sagt am Dienstagabend eine Bürgerin am Rande der Einwohnerversammlung in Kleinvillars, „und zwar seit vielen Jahren.“ Ihre Aussage bezieht sie auf die Forderung, die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der Ortsdurchfahrt – dabei handelt es sich im oberen Teil um die Hauptstraße und weiter unten um die Ölbronner Straße – von 50 auf 30 Stundenkilometer zu reduzieren. „Wir werden im Landratsamt noch einmal Druck machen, dass zügig reagiert wird und eine Anordnung endlich erteilt wird“, versprach der Knittlinger Bürgermeister Heinz-Peter Hopp.

Tempo 30: Entscheidung steht an

Bürger aus Kleinvillars fordern seit Jahren Tempo 30 auf der Ortsdurchfahrt. Foto: Huber

Das Problem: Auf Hauptverkehrsstraßen durften bislang nur Tempo-30-Zonen eingerichtet werden, sofern dort besondere Gefahrenerlage bestand (wir berichteten). Wie Oliver Müller, Leiter des Straßenverkehrs- und Ordnungsamts im Landratsamt erklärt, ist das Unfallgeschehen in Kleinvillars aber „völlig unauffällig“. Außerdem handle es sich bei der Ortsdurchfahrt um eine Kreisstraße, die die Funktion habe, den Verkehr abfließen zu lassen und zu bündeln. Aus diesen Gründen habe der Landkreis in der Vergangenheit nicht einfach ein Tempolimit anordnen können. Doch die Vorzeichen haben sich geändert. Am am 14. Dezember 2016 entschied die Bundesregierung, dass auf innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen künftig einfacher Tempo 30 angeordnet werden kann. An Stellen, wo zum Beispiel Schul- oder Kindergartenkinder verkehren, darf nun ein Tempolimit eingeführt werden.

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