Teilnehmer des Stäffele-Laufs sind aus dem Häuschen

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Rosswag. Im französischen Médoc-Gebiet gibt es einen Weinmarathon, in Brackenheim den Trollinger-Lauf. Doch einen Stäffele-Lauf, wie er nun im Enztal ausgetragen wird, ist quasi eine Weltpremiere. Die Steillagen-Weinberglandschaft wird zu Sportarena umgepolt. Und das mit einem durchschlagenden Erfolg. Zwei Stunden lang rennen die 54 Teams durch die Weinberge, klettern bis zur Erschöpfung mit einem Puls am Anschlag unzählige Staffeln hinauf. „Roßwager Weine machen flinke Beine“, steht etwas provozierend auf einem Plakat. Dann stürzen sich die Läufer wieder ins Tal, um vor der alten Kelter per Handschlag den nächsten Teamkameraden auf die 2300 Meter lange Runde zu schicken. „Ein geiler Wettbewerb“, sagt einer der Teilnehmer.

Herausforderung für kräftige Waden: Der Aufstieg durch die Roßwager Weinberge.  Foto: Arning

Herausforderung für kräftige Waden: Der Aufstieg durch die Roßwager Weinberge. Foto: Arning

Das Vaihinger Polizeirevier hat die Startnummer 1 verpasst bekommen. Die Beamten um Revierleiter Markus Bauder haben sich als Erste angemeldet. Der ehemalige Polizeipräsident Konrad Jelden, ein eingefleischter Leichtathlet, hat schon im vergangenen Jahr darauf gedrängt, dass „sein“ Revier mit am Start ist. Und der 66-Jährige lässt es sich nicht nehmen, selbst mitzurennen. „Das letzte Mal bin ich 1955 mit meinem Großvater die Staffeln hier hochgestiegen“, erzählt er mit Respekt vor dem Berg. Jelden wird geschont, er kommt als Schlussläufer zum Einsatz, macht aber nebenbei mit Moderator Axel Stahl noch Scherze: „Meine Jungs haben sich hervorragend geschlagen und sind praktisch Streife gerannt. Sie haben nebenbei noch drei, vier Rebendiebe festgenommen.“ Solche Sprüche drücken die gelöste Stimmung des Wettbewerbs aus.

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