Tausendmal berührt

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Weihnachten: Gedanken von Pfarrer Hans Veit, Knittlingen

Vergangene Woche hörte ich im Autoradio eine der typischen Umfragen in der Fußgängerzone einer Großstadt. Menschen wurden gefragt, was ihnen zu Weihnachten einfällt und was sie über den Hintergrund des Festes wissen. Schon gleich die erste Befragte kam ins Schleudern. Als kleine Hilfestellung gab man ihr den Tipp: „Also, wer hat an Weihnachten Geburtstag?“ Sie hätten besser das Stichwort weggelassen. Denn die Befragte witterte Morgenluft, hatte unüberhörbar ein Aha-Erlebnis und antwortete: „Ach so, mein Schwager Karl ist an Weihnachten geboren.“

Hans Veit.

Hans Veit.

Die Peinlichkeiten waren damit längst nicht zu Ende. Man könnte meinen, der Beitrag wäre als Satire geplant. Aber er ist bittere Realität. Da meinte ein halbgebildeter Zeitgenosse, es sei die Wintersonnenwende, die zu all dem Weihnachtsspektakel Anlass gebe. Die nächste Befragte schwamm auf der gleichen Welle und faselte irgendetwas von Kraft und Energie, die sich nach Weihnachten wieder zurückmeldeten.

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