Szenische Lesung aus „Zwerland“

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Ölbronner Frauenschicksal

Vaihingen (pm). Am Donnerstag, 21. November, um 19.30 Uhr wird das Schicksal von Lena Schaible, geborene Auweder, in einer szenischen Lesung des Buches „Zwerland“ der Ölbronnerin Barbara Knodel im Vaihinger Stadtbüchereikeller erzählt. Die KZ-Gedenkstätte Vaihingen/Enz ermöglicht so die Sicht auf eine dunkle Zeit deutscher Geschichte mit lokalem Hintergrund.

Das Ende 2010 erschienene, weit über die Grenzen der Region hinaus beachtete Buch von Barbara Knodel erinnert an ein düsteres Kapitel des Ortes Ölbronn in der Nazizeit, das sich so oder ähnlich an vielen Orten hätte abspielen können. Lena Auweder wurde im Alter von 21 Jahren auf dem Acker im Gewann Zwerland verhaftet und als Gefangene durchs Dorf geführt. Ihr wurde eine Affäre mit einem polnischen Zwangsarbeiter unterstellt. Jemand hatte sie denunziert. Nach einem Gefängnisaufenthalt in Maulbronn kam sie in Gestapohaft ins berüchtigte „Hotel Silber“ in Stuttgart. In ihrem Heimatort Ölbronn wurde sie trotz eines Freispruchs vor Gericht weiter geächtet. Nach vielerlei Mühen konnte sich die junge Frau eine gesicherte Existenz in Vaihingen aufbauen. Sie war hier Lehrerin und lebte bis zu ihrem Tod im Jahr 2009 im Ortsteil Kleinglattbach.

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