Stuttgart sucht Greenscouts – Grüne Daumen sind keine Bedingung

Stuttgart

In Stuttgart gründen sich Anfang Oktober die Greenscouts, sie sollen die Stadt spürbar grüner machen. Mitmachen darf jede und jeder. Wie das geht? Hier sind die wichtigsten Infos.

Ein bisschen Grün geht fast überall, wie dieses Beispiel aus Stuttgart-Ost zeigt.

Ein bisschen Grün geht fast überall, wie dieses Beispiel aus Stuttgart-Ost zeigt.

(Foto: Lichtgut/Max Kovalenko)

Von Judith A. Sägesser

Ulrich Schmidt wirkt freudig aufgeregt, wenn es um sein neuestes Projekt geht. „Wir versprechen uns von dieser Initiative sehr viel.“ Gemeinsam mit dem BUND Stuttgart verwaltet er 60.000 Euro, die die Stadt für den Aufbau von ehrenamtlichen Greenscouts zur Verfügung stellt. Los geht es schon Anfang Oktober, dann sollen sich Leute, die sich von dem Job angesprochen fühlen, erstmals treffen. Der Termin ist am Dienstag, 6. Oktober, 19 Uhr, im Kulturzentrum Merlin.

Mitmachen kann jeder, einen grünen Daumen braucht es nicht. Auch Organisationstalente sind gefragt. Denn es wird auch darum gehen, Stuttgarterinnen und Stuttgarter zu beraten, was sich im grünen Bereich alles machen lässt, welche Vorteile welcher Hitzeschutz bringt und welche Fördermittel es gibt.

Grundsätzliches Ziel ist es, Stuttgart grüner zu machen. Sei es in Hinterhöfen, Gärten, an Fassaden, auf Verkehrsinseln oder auf Parkflächen. Der Sommer habe gezeigt, so Ulrich Schmidt vom BUND Stuttgart, „dass ein großer Bedarf an schattigem und lebendigem Grün besteht“.

Die Greenscouts wollen eine Informationsquelle für ihre Nachbarn sein, eine Anlaufstelle bei Fragen. Geplant ist, dass es einmal in jedem der 23 Stuttgarter Stadtbezirke je zwei Greenscouts gibt. Anfang Oktober soll das erste Treffen von Interessierten sein, am 17. Oktober ist eine Schulung geplant.

Wer sich für die Greenscouts – in ihrem Vorgehen angelehnt an die inzwischen in Stuttgart etablierten Solarscouts – interessiert, kann sich bei Ulrich Schmidt melden. Er hat die E-Mail-Adresse ulrich.schmidt@bund-stuttgart.de.