Stadträte stellen sich hinter den Heimatverein

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Fraktionssprecher machen sich für Nutzungskonzept für „Bierkeller“ stark – Bürgermeister Abicht verweist auf Mietvertrag

Mühlacker-Lomersheim. Ein nüchternes Verwaltungsschreiben kann rasch kommunalpolitisch für Wirbel sorgen. Wie jetzt die Mitteilung des Mühlacker Planungs- und Baurechtsamts an den Heimatverein Lomersheim (HVL) mit der Aufforderung, der Verein solle zu der bereits begonnenen Sanierung und dem Umbau des ehemaligen „Bierkellers“ in dem Stadtteil einen „voll umfänglichen Bauantrag zu Umbau und Nutzungsänderung als Vereinsheim“ einreichen, der ebenso wie die erforderlichen Planvorlagen von einem Architekten zu erarbeiten sei. Außerdem benötige der Heimatverein eine Entwässerungsgenehmigung für den Anschluss des der Kommune gehörenden und vom HVL gemieteten Gebäudes an die öffentliche Kanalisation und müsse Stellplätze nachweisen können.

Stadträte stellen sich hinter den Heimatverein

Der alte Bierkeller in Lomersheim. Foto: Huber

Wie berichtet, möchte der Verein das historische Gebäude, das um 1890 von einer Brauerei als Eiskeller gebaut worden war und über dem später eine Sporthalle errichtet wurde, künftig für Seminare, Ausstellungen und Veranstaltungen nutzen. Doch aufgrund der Aufforderung der Stadtverwaltung drohen derlei Pläne laut HVL zu platzen. Halte das Rathaus an seinen mit Kosten verbundenen Vorgaben fest, müsse das Projekt wohl eingestellt werden, lässt Vereinsvorsitzender Achim Händle in einer Stellungnahme zu der Mitteilung des Planungs- und Baurechtsamts wissen. Eine Sanierung und ein Erhalt des städtischen Gebäudes durch den Verein – ein „Mehrwert für Lomersheim und auch die Stadt Mühlacker“ – werde dann nicht mehr weiterverfolgt werden können.

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