Stadtpokal-Streit: Spricht die Stadt ein Machtwort?

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Mühlacker. Sergio de Sousa, Spielleiter der Fvgg 08 Mühlacker, sträubt sich weiterhin gegen ein Fußball-Stadtturnier 2012 im Käppelestadion. Schließlich ist dies die Heimspielstätte seines Vereins, und dieser ist für das Turnier gesperrt, weil er in diesem Jahr die Mannschaft einen Tag vor dem Turnier zurückzog. „Das ist ja alles schön und gut, die Sperre sehen wir ja ein“, windet sich de Sousa. „Aber warum sollen wir jetzt die Leidtragenden sein? Warum muss es ausgerechnet im Käppelestadion sein? Ein Jahr später ist Hellas der Ausrichter, da sollen wir es schon wieder zur Verfügung stellen. Wir können doch nichts dafür, dass der Türkische SV keine Infrastruktur für so ein Turnier hat“, schimpft de Sousa und schmollt weiter: „Wir geben das Käppelestadion nicht freiwillig her. Und eines ist klar: Kabinen, Tornetze, Ballschrank, das wird alles verriegelt. Wenn das Stadtturnier bei uns stattfindet, müssen eben die Kabinen in der Käppelehalle genutzt werden.“

Das Käppelestadion ist zwar gewissermaßen die Heimstatt der Fvgg 08 Mühlacker, dort steht auch deren Clubheim. Doch die Sportanlage selbst ist Eigentum der Stadt. Foto: Eigner

Das Käppelestadion ist zwar gewissermaßen die Heimstatt der Fvgg 08 Mühlacker, dort steht auch deren Clubheim. Doch die Sportanlage selbst ist Eigentum der Stadt. Foto: Eigner

Ein Gegenturnier, wie er es vor einer Woche zunächst angedroht hat, plant de Sousa nach eigenen Worten zwar nicht: „Ich habe ja zugesagt, dass wir keines veranstalten.“ Stattdessen aber schwebt ihm nun ein „Jugend- und Familientag mit Freundschaftsspielen“ im Käppelestadion vor, der just an jenem Wochenende stattfinden solle, das für das Stadtturnier vorgesehen ist. Die Reaktionen aus den anderen Vereinen auf diese Ankündigung reichen von Empörung bis zum eher belustigten Abwinken.

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