Sprachkenntnisse als erster Schritt

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Junge Flüchtlinge schließen an der Steinbeis-Schule ihr Vorbereitungsjahr ab

Mühlacker (pm). Sie kommen aus Afghanistan, Somalia, Eritrea, Pakistan, Guinea, Gambia, Nigeria, aus dem Irak und dem Iran, aus Mazedonien, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Italien und den Niederlanden – und seien, wie es in einer Mitteilung des Landratsamts heißt, „auf dem besten Weg, im Enzkreis heimisch zu werden“. Knapp 50 jugendliche Flüchtlinge und Einwanderer haben die erste Hürde zur Integration geschafft: Ihre Klassenlehrer Gaby Higer, Christina Kowitzke, Rolf Schneider und Volker Christmann haben ihnen an der Ferdinand-von-Steinbeis-Berufsschule in Mühlacker die Zeugnisse des „Vorbereitungsjahres Arbeit/Beruf mit Schwerpunkt Erwerb von Deutschkenntnissen“ (kurz: VABO) ausgehändigt.

Sprachkenntnisse als erster Schritt

Das Zeugnis bestätigt den jungen Teilnehmern am VABO solide Deutschkenntnisse. Foto: privat

Die Schüler hatten sich ihre Sprachkenntnisse in einem beziehungsweise zwei Schuljahren im VABO angeeignet und im Juni bei der zentral gestellten Abschlussprüfung in verschiedenen Niveaustufen unter Beweis gestellt. Die meisten der Absolventen streben als nächsten Schritt den Hauptschulabschluss und dann eine berufliche Ausbildung an; wie zum BeispielIsmaeela Kaita aus Gambia, der in einem Pforzheimer Maurerbetrieb vier Wochen lang als Praktikant gearbeitet und nun eine Lehrstelle in Aussicht hat. Auch Fereshteh Mohammedi aus Afghanistan wird im September eine Ausbildung beginnen. Sie konnte laut Mitteilung im vergangenen Jahr bei der Firma Mahle in Mühlacker an einem Trainingsprogramm speziell für Flüchtlinge in Form eines Langzeitpraktikums teilnehmen, das sie im September zu einer Ausbildung im Bereich der Lagerlogistik führe. Ahmad Shakoor aus Pakistan, der in seiner Heimat bis vor einem Jahr das Gymnasium besucht hat, strebe ein Hochschulstudium an und freue sich darüber, dass er die Hochschulzulassung in vier Jahren erreichen könne, indem er die zweijährige Berufsfachschule absolviere und nach zwei Jahren das Berufskolleg zur Fachhochschulreife „draufsattle“, wie es in der Mitteilung des Landratsamts heißt. Konkrete Vorstellungen von seiner beruflichen Zukunft hat auch Ghzwan Balasini: „Ich habe an der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule bereits ein halbes Jahr zusätzlich zum VABO am theoretischen und praktischen Unterricht einer Körperpflegeklasse teilgenommen. Friseur wäre genau das Richtige für mich“, schwärmt er, „das ist mein Traumberuf.“

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