Sömmerung soll nicht zum Politikum werden
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Maulbronn (md). Der Maulbronner Rossweiher, der seit 1937 unter Naturschutz steht, wird in diesem Jahr ab dem 19. Juni gesömmert. Das bedeutet, dass das Wasser des Sees abgelassen wird. Das hat der Maulbronner Bürgermeister Andreas Felchle im Gemeinderat angekündigt. Allerdings solle das Wasser wegen der Tiere, die im Weiher leben, nicht vollständig abfließen. Die letzte Sömmerung war wegen ihrer negativen Begleiterscheinungen zum Politikum geworden. Dass auch bei anhaltender Trockenheit und Hitze ein kleiner Bereich mit Wasser im Rossweiher bleibt, könne freilich niemand garantieren, so Felchle. „Das Regierungspräsidium hat aber zugesagt, dass es sich um eine Teilsömmerung bemühen will, damit nicht so viele Tiere sterben.“ Das Ablassen des Wassers ist eine Maßnahme, die unter anderem der Verschlammung des Sees entgegenwirkt. Der Rossweiher ist eines der wenigen erhalten gebliebenen Gewässer, die im 12. Jahrhundert um Maulbronn von den Zisterziensermönchen für die Fischzucht angelegt wurden. Wegen der über 200 Vogelarten, die hier beobachtet werden können, steht der See unter Naturschutz. Weil die vorige Sömmerung umstritten war, hat der Maulbronner Rathauschef bei der zuständigen Behörde eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit angemahnt.
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