Sinnlich-poetisches Märchen

Archiv

Pforzheim (pm). Keine leichte Entscheidung, welchen Weg zu gehen der richtige ist: Student Anselmus hat die Wahl zwischen einer gutbürgerlichen Karriere und der Welt der Poesie. Jene Gegensätze verkörpern zwei Frauen: Veronika, Tochter eines Beamten, und Serpentina, Tochter des Archivarius Lindhorst. Der Archivarius ist in Wirklichkeit ein über Zauberkräfte verfügender Salamander und wurde vor langer Zeit aus dem Reich Atlantis vertrieben. Am Himmelfahrtstag taucht Anselmus in die Welt der fantastischen Serpentina ein. Doch ebenso verführerisch ist die Möglichkeit, wieder in die reale Welt zurückzukehren und sich etwas Geld beim Archivarius zu verdienen. Am heutigen Samstag, 29. Februar, um 20 Uhr feiert das Stückprojekt „Der goldne Topf“ nach der Novelle von E.T.A. Hoffmann seine Premiere im Podium des Theaters Pforzheim.

„Der goldne Topf“ zählt zu den bekanntesten Werken des Dichters der Romantik. Das Theater Pforzheim zeigt eine zeitgenössische Bearbeitung, die sich als kleines Gesamtkunstwerk unter Einbezug multimedialer Mittel und Puppenspiel versteht. Sie geht der uns auch 200 Jahre nach Entstehung der Vorlage noch immer beschäftigenden Frage nach, was zum Glück im Leben führt: Poesie oder finanzieller Reichtum? Das Werk ist Abiturthema an den Gymnasien in Baden-Württemberg; die Inszenierung wird daher auch gezielt für Schulen angeboten.

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