Sind alle Menschen Mörder?

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Premiere von „Richard III.“ am Theater Pforzheim

Pforzheim (pm). Richard, Herzog von Gloucester, ist ein Außenseiter. Hässlich und missgebildet, wie er ist, hat er keine Chance bei den Frauen; selbst die Hunde bellen ihn an, wenn sie ihn sehen. So empfindet er für alles um ihn herum nur Hass und beschließt, „Bösewicht“ zu werden und die Königskrone an sich zu reißen. Dabei geht er völlig hemmungslos über Leichen...

William Shakespeares 1592 entstandene Tragödie „König Richard III.“ lässt tief in die Abgründe der menschlichen Seele blicken – ebenso wie die unfassbaren Szenen, die sich im März 2017 im westfälischen Herne abspielten. Sozial isoliert, ermordete ein 19-Jähriger einen Nachbarsjungen mit Dutzenden Messerstichen und brüstete sich mit der Tat im sogenannten „Darknet“. Jemand, der bis dahin auf der Verliererseite stand, tat etwas „Außergewöhnliches“, bei dem er sicher davon ausgehen konnte, dass ihm große öffentliche Aufmerksamkeit zuteilwird.

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