Seniorin ist auch in Illingen noch in Stolzenburg
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Anna Schieb aus Siebenbürgen feiert ihren 97.Geburtstag
Illingen (fi). Der Trubel um den 97. Geburtstag ist vorbei. Bei der Jubilarin Anna Schieb an der Illinger Goethestraße 52 ist wieder der Alltag eingekehrt. Auch Bürgermeister Harald Eiberger hatte der Seniorin gratuliert, die „fast“ noch eine Neubürgerin ist. „Ich fühle mich wohl in Illingen, aber es ist doch nicht meine Heimat“, erzählt sie.
Anna Schieb mit einem Bild aus ihrer Heimatin Siebenbürgen. Foto: Filitz
In Gedanken ist Anna Schieb immer noch in Stolzenburg/Siebenbürgen nahe Hermannstadt (Sibiu) zu Hause. Dort kam sie am 3. Mai 1917 zur Welt, verbrachte dort ihre Jugend, heiratete. Sie betrieb mit ihrem Mann eine kleine Landwirtschaft. Mit dem Ende des ZweitenWeltkrieges kam der große Umbruch für die Familie. Ihr Mann und ihr Bruder kehrten von der Front nicht zurück. Die Deutschen, die als Nachfahren der Siebenbürger Sachsen seit rund 800 Jahren in Rumänien ansässig waren, wurden enteignet, viele von den neuen Machthabern nach Russland deportiert. „Auch ich stand auf der Deportationsliste, obwohl ich zwei Kinder hatte. Monatelang habe ich mich verstecken müssen“, berichtet Anna Schieb. Der Glaube und das Vertrauen in Gottes Führung habe sie starkgemacht. Die tägliche Bibellesung gebe ihr heute noch Kraft.
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