Schlaraffenland für Spielzeug-Liebhaber

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Mühlacker-Lomersheim. „Das ist mein altes Puppenhaus von vor über 30 Jahren, das damals auf dem Tisch hinter dem grünen Kachelofen meiner Oma stand.“ Sandra Schuster bekommt leuchtende Augen, wenn sie sich erinnert und erzählt, wie das Puppenhaus in ihren Kindertagen zur Weihnachtszeit vom Dachboden geholt wurde und sie und ihre Schwester für kurze Zeit damit spielen durften.

Fingerspitzengefühl: Vorsichtig werden die Bewohner des Puppenhauses platziert.

Fingerspitzengefühl: Vorsichtig werden die Bewohner des Puppenhauses platziert.

Was in doppelter Hinsicht eine Besonderheit war. Zum einen, weil es das Puppenhaus eben nur an Weihnachten gab. Zum anderen, weil Sandra Schuster in der ehemaligen DDR aufgewachsen ist und viele der Spielsachen, von denen die Kinder im Arbeiter- und Bauernstaat träumten, zwar dort produziert wurden, aber nicht so einfach zu kaufen waren. „Man musste unter den Ladentisch krabbeln, sich lange anstellen oder irgendwie durch Beziehungen rankommen“, erinnert sich die Sächsin, die seit sieben Jahren in Lomersheim wohnt. Heute muss Sandra Schuster nicht mehr bis Weihnachten warten, um sich an ihrem Puppenhaus zu erfreuen und auch nicht unter den Ladentisch kriechen oder stundenlang Schlange stehen, um an heiß ersehntes Spielzeug zu kommen. Was sie möchte, wird bei E-Bay ersteigert oder anderweitig gekauft.

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