Scham und Schuld münden in Schweigen
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Autor Peter Hakenjos geht der Frage nach, warum die Nazigeneration stumm geblieben ist und ihre Vergangenheit leugnet
„Warum habt Ihr geschwiegen?“, lautet die Frage, die die Nachkriegsgeneration häufig ihren Eltern gestellt hat, die im nationalsozialistischen Deutschland gelebt hat. Der Pfinztaler Autor Peter Hakenjos, Jahrgang 1948, hat genau diese Frage bei einem Abend aufgeworfen, den der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zusammen mit dem Roncalli-Forum Karlsruhe organisiert hat.
Peter Hakenjos bei der Lesung aus seinem Buch „Nur der Tod vergisst“. Foto: Peche
Pforzheim. Hakenjos suchte vor 30 zumeist älteren Besuchern in der Pforzheimer Stadtbibliothek Antworten bei einer Lesung von Büchern, die sich mit Anhängern und Mitläufern der Nazis befassen und auch das Grauen des Krieges an der Front und in der Heimat schildern. Hakenjos plädierte dafür, dass die Kinder und Enkel die Generation der Nazizeit nicht pauschal verurteilen sollte: „Wir sollten uns vielmehr bemühen, sie zu verstehen, ohne das Geschehen zu rechtfertigen.“
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