Reuige Sünder beseitigen Schäden
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Wiedergutmachung geleistet
Pforzheim (pol). Acht Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren, die in der Nacht vom 30. auf den 31. Dezember 2011 und in der Silvesternacht in Hohenwart einen Gesamtschaden von etwa 10000 Euro anrichteten, indem sie wahllos Autos, Schilder und mehr demolierten sowie unter anderem die Wände der Leichenhalle beschmierten, haben den Schaden jetzt wieder gutgemacht. „Das war ganz schön blöd von uns“, räumten die Täter gegenüber der Polizei einige Monate später bei ihren Vernehmungen ein. Schon früh ergab sich laut einer Mitteilung von laut Polizei und Staatsanwaltschaft ein Tatverdacht gegen Teile der Gruppe. Durch die enge Zusammenarbeit der Staatsanwaltschaft mit der Polizei im Haus des Jugendrechts sei ein Weg gefunden worden, dass die Jugendlichen zu ihren Taten stehen.
„Es tut uns leid“, sagten zwei der Täter einem Hausbesitzer, dessen Gartenpalisade eingetreten wurde. Dieser nahm die Entschuldigung an und verzichtete auf eine finanzielle Schadenswiedergutmachung in Höhe von mehreren Hundert Euro. Stattdessen schlug er vor, dass die beiden einen zusätzlichen Tag gemeinnützige Arbeit im Forum Hohenwart leisten sollten, was diese auch bereitwillig taten. Neben der finanziellen Schadenswiedergutmachung leisteten die Jugendlichen mit Beginn der Sommerferien bis Ende Oktober insgesamt 243 gemeinnützige Arbeitsstunden im Stadtteil Hohenwart ab. Ein Jugendlicher erschien am ersten Tag allerdings nicht zu den Arbeitsstunden. Er wurde am nächsten Morgen von uniformierten Polizeibeamten zu Hause geweckt. Er hatte kurz zuvor seinen Ausbildungsplatz als Maurer verloren. Enge Kontakte zwischen dem Haus des Jugendrechts und der Agentur für Arbeit sorgten dafür, dass er zunächst einen Praktikumsplatz und für 2013 einen Ausbildungsplatz vermittelt bekam.
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