Regiobuslinie: Viel Geld und wenig Nutzen

Enzkreis

Verbindung Pforzheim–Leonberg bringt dem Enzkreis nichts.

Enzkreis. Die Gedankenspiele einer Regiobuslinie zwischen Pforzheim und Leonberg scheinen vom Tisch zu sein. Der Kreistag hatte auf Antrag der FDP-Fraktion die Landkreisspitze beauftragt, zu prüfen, ob sich eine solche Linie realisieren lässt, mögliche Routen darzustellen sowie Kosten und Fahrgastpotenzial zu ermitteln. Die Darstellung von Landrat-Stellvertreterin Dr. Hilde Neidhardt im Umwelt- und Verkehrsausschuss des Kreistags dürfte für Busfreunde ziemlich ernüchternd gewesen sein. „Eine Regiobuslinie Pforzheim–Leonberg wäre für den Enzkreis kein großer Gewinn“, stellte Neidhardt fest. Profitieren würden lediglich die Städte Pforzheim und Leonberg – und die seien sehr zurückhaltend, wenn es um die Frage gehe, sich an den Kosten zu beteiligen. Sie liegen insgesamt bei rund 1,8 Millionen Euro pro Jahr, für die es eine Landesförderung von 60 Prozent geben könnte. Der Enzkreis, die Stadt Pforzheim und der Landkreis Böblingen beziehungsweise der Verband Region Stuttgart müssten also im Jahr 720000 Euro stemmen, der Anteil des Enzkreises würde rund 200000 Euro im Jahr betragen. Das wäre viel Geld für vergleichsweise wenig Nutzen. Der Enzkreis hat die zu erwartenden Pendlerzahlen auf drei möglichen Routen analysiert –und die halten sich in Grenzen. Am besten würde noch eine Linienführung Pforzheim–Tiefenbronn–Friolzheim (Dieb)–Leonberg abschneiden. Sie hätte aber den Nachteil, dass die Seehausstraße Tiefenbronn zeitnah saniert werden müsste, weil deren Traglast nicht ausreichend für Busse ist.

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen logo Artikel interessieren. Jetzt registrieren und weiterlesen.

  • Alle Webseiteninhalte
  • Inklusive aller logo Artikel
  • Jederzeit kündbar

Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen

Artikel empfehlen