Referent geht mit dem System hart ins Gericht

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„Stadtgespräch unterm Kirchturm“ beschäftigt sich mit dem Umgang der Gesellschaft mit älteren Menschen

Mühlacker. Nicht wie gewohnt sechs, sondern nur zwei „Stadtgespräche unterm Kirchturm“ finden in diesem Jahr statt. Die seit vier Jahren etablierte und geschätzte Veranstaltung setzt sich mit Themen zu Kirche und Gesellschaft auseinander. Nach einem Grundsatzreferat bietet der Abend stets einen interessanten Gedankenaustausch zwischen Podiumsgästen und den Zuhörern. Dekan Ulf van Luijk moderierte die Auftaktveranstaltung 2013 im Saal der Pauluskirche.

Das Thema dieses Abends fügte sich nahtlos in die in Mühlacker und Ötisheim laufende Kampagne „Demenz – Ansichtssache“ ein. Das Einführungsreferat hielt Pfarrer Dr. Joachim Rückle, Leiter der Abteilung „Theologie und Bildung“ im Diakonischen Werk Württemberg und verantwortlich für das Gesamtprojekt „Seelsorge im Alter“. Im alltäglichen Umgang mit alten, auch dementen Menschen machte er Erfahrungen, die seine kritischen Äußerungen auf ein reales Fundament stellen, und er scheute sich nicht, Schwachpunkte in der Behandlung dementer Menschen auf politischer und gesellschaftlicher Ebene kritisch zu hinterfragen. „Der medizinische Fortschritt ermöglicht ein höheres Alter, mit der Folge, dass sich die Pflegebedürftigkeit erhöht, im Durchschnitt um sieben Jahre“, erklärte er. Demenz sei eine Alterung des Gehirns und nicht aufzuhalten. Es sei eine soziale Aufgabe, Menschen mit Demenz angemessen zu behandeln.

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