„Preissteigerung von 350 % ist Abzocke“

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Vodafone schluckt Unitymedia und Businesskunden müssen bluten. Company-Flat von Firmen- und Gründungsberater Martin Hille wird gekündigt. Neues Angebot ist für ihn inakzeptabel. Zusagen von Vodafone-Mitarbeitern gelten plötzlich nicht mehr.

Mühlacker-Enzberg. Mehr als zehn Jahren lang war der Firmen- und Gründungsberater Martin Hille aus Enzberg ein zufriedener Kunde von Unitymedia. Und eigentlich sah auch alles noch ganz gut aus, als der Kabelnetz- und Mobilfunkbetreiber an Vodafone verkauft wurde. „In einem Gespräch hat mir ein Vodafone-Mitarbeiter versichert, dass meine Mobilfunkverträge zu identischen Konditionen fortgeführt werden“, berichtet Hille. Doch kurze Zeit später habe diese Aussage nicht mehr gegolten. Wenn er seine Verträge so weiterführen würde wie bisher, müsste er eine Preissteigerung von fast 350 Prozent in Kauf nehmen.

„Preissteigerung von 350 % ist Abzocke“

Martin Hille ist (fast) sprachlos: Er soll für identische Leistungen jetzt plötzlich mehr als das Dreifache bezahlen. Foto: Fotomoment

Hille hat bislang vom Businesstarif von Unitymedia profitiert, in dem eine Company-Flat enthalten war. „Ich hatte also fünf Mobilfunkkarten für mich und meine Mitarbeiter“, so Hille. „Und dann noch einen Vertrag mit zwei Mobilfunkkarten.“ In Rechnung gestellt wurde für jeden Vertrag eine Grundgebühr von 41,53 Euro und Gesprächsgebühren, wobei Telefonate innerhalb der Gruppe kostenfrei waren. Doch diese Verträge hat Vodafone gekündigt. Bei einem Anruf im Vodafone-Callcenter wurde ihm mitgeteilt, dass für alle Karten ein neuer Vertrag mit einer Grundgebühr von jeweils 29 Euro abzuschließen sei.

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