Prag und die Folgen für Maulbronn

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Am 23. Mai 1618 stürzten Männer aus dem Fenster – und Welten ein

Mahnmal: die Friedenslinde im Maulbronner Klosterhof.ssg/Günther Bayerl

Mahnmal: die Friedenslinde im Maulbronner Klosterhof.ssg/Günther Bayerl

(Foto: Guenther Bayerl)

Maulbronn (pm). Wie stark internationale Ereignisse das Leben vor Ort beeinflussen können, zeigt sich laut einer Mitteilung der Landesbehörde Staatliche Schlösser und Gärten nicht nur anhand der Corona-Krise, sondern auch an einem Beispiel aus der Historie. Am 23. Mai 1618 begann in Prag ein Konflikt, der sich zum Dreißigjährigen Krieg entwickeln sollte. An seinem Ende lag Deutschland in Schutt und Asche, und auch das Kloster Maulbronn war betroffen: Die evangelische Klosterschule wurde geschlossen, und katholische Mönche übernahmen wieder das Kloster – wie vor der Reformation. An die Sehnsucht der Menschen nach Frieden erinnert derweil noch heute ein mächtiger Baum im Klosterhof: Die Friedenslinde wurde wohl zur damaligen Zeit gepflanzt.

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