Perspektiven für Frauen

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Besonderes Angebot der Arbeitsagentur für weibliche Geflüchtete

Pforzheim/Enzkreis (pm). Die Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim hat für geflüchtete Frauen die Teilzeitmaßnahme „Perspektiven für weibliche Geflüchtete“ (Perf-w) eingerichtet. Von Montag bis Freitag erhalten sie Unterricht in Deutsch und erfahren, wie man in Deutschland lebt. Das Einmalige an dem Angebot sei, dass die Frauen ihre Kinder zum Unterricht mitbringen könnten und deren Betreuung vor Ort sichergestellt sei, heißt es in einer Pressemitteilung der Agentur. Die Teilnehmerinnen seien zwischen 20 und 46 Jahre alt und brächten insgesamt zehn Kinder im Alter von sechs Monaten bis zu drei Jahren zum Kurs mit. Sie kämen ursprünglich aus Afghanistan, dem Irak, aus Nigeria und Syrien und lebten jetzt im Enzkreis oder in Pforzheim. „Ihre Asylverfahren waren beim Eintritt in die Maßnahme nicht abgeschlossen, somit befinden sie sich noch in der Zuständigkeit der Agentur für Arbeit in Pforzheim. Schon in dieser Phase des Anerkennungsverfahrens können sie die Zeit nutzen und ihre Integration vorantreiben“, sagt Sibylle Fischer, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit. Gemeinsam mit dem zuständigen Teamleiter Alessandro La Corte hat sie den aktuell noch laufenden Lehrgang besucht.

Seit Dezember 2016 hätten erste Plätze in der „Perf-w“ für die Dauer von zwölf Monaten angeboten werden können, heißt es in der Mitteilung. In den ersten sechs Monaten traten laut Agentur monatlich zwischen drei und fünf Frauen in die Maßnahme ein. Bereits im Mai sei das Angebot mit 18 Frauen ausgebucht gewesen. Das Erlernen der deutschen Sprache und das Kennenlernen der deutschen Kultur stünden im Zentrum. In wöchentlich 20 Unterrichtsstunden gebe es Unterstützung, Beratung, Coaching und Begleitung. Durch Angebote wie gemeinsame Einkäufe, Tierpark- oder Freibadbesuche solle das Interesse am kulturellen, sozialen, politischen und ökonomischen Leben in der neuen Heimat geweckt werden. Die Eingliederung in Ausbildung oder in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung seien dabei erstrebenswerte Ziele für die überwiegend jungen Frauen. Die Gruppe umfasse Teilnehmerinnen mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen, entsprechend unterschiedlich seien auch die Ergebnisse.

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