Ötisheim setzt auf digitale Wasserzähler

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Neue Technik für 146000 Euro soll sich schnell amortisieren

Ötisheim (fg). „Willkommen im 21. Jahrhundert bei den Wasserzählern“: Charles Müllner von Kamstrup, nach eigenen Angaben führender Anbieter intelligenter Energie- und Wassermesslösungen, ließ am Dienstag im Ötisheimer Gemeinderat keinen Zweifel daran, dass er von den Produkten seines Arbeitgebers überzeugt ist. Überzeugt ist auch der Rat, der einstimmig dafür votierte, ab 2018 die Flügelradwasserzähler in den 1800 Haushalten der Gemeinde durch digitale Wasserzähler zu ersetzen. Kosten: rund 146000 Euro. Die Investition soll sich schnell amortisieren, weil die neuen Zähler nicht alle sechs Jahre ausgetauscht werden müssen, sondern eine Lebensdauer von 15 Jahren haben. Sie sollen deutlich genauer sein und vereinfachen vor allem die Ablesung, weil in ihnen ein kleines Funkmodul eingebaut ist, das dem Wassermeister erlaubt, das Gerät per Fernabfrage auszulesen. „Dabei gibt es keine Probleme mit dem Datenschutz“, betonte Müllner. Die Daten würden verschlüsselt übertragen, und eine Manipulation durch Dritte sei ausgeschlossen. Die Verbräuche könnten in der Buchhaltung direkt eingelesen werden, was den Zeitaufwand für die Abrechnung minimiere.

Auch die Wassermeister werden entlastet. Denn bislang mussten sie pro Jahr rund 300 der alten Zähler austauschen, weil deren Eichgültigkeitsdauer nur sechs Jahre beträgt. Bei den neuen Zählern reichen Stichproben, um die Eichgültigkeit zu verlängern. Außerdem lassen sie sich monatlich oder quartalsweise auslesen. „So können Sie feststellen, wo es Wasserrohrbrüche im Haus gibt“, so Müllner. Viele Kommunen und Versorger setzten bereits auf die neue Technik, etwa die Stadtwerke Mühlacker, die Stadtwerke Pforzheim oder die Gemeinde Kieselbronn.

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