Nicht ohne Stadthalle
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Eine einkalkulierte und eine in dieser Dimension nicht erwartete Großbaustelle werden den Knittlinger Gemeinderat in den kommenden Wochen beschäftigen.
Knittlingen. Die kurze, ungewöhnliche Freibadsaison in Knittlingen ist Mitte September zu Ende gegangen, und sie wird den etwa 5000 Besuchern, den zahlreichen Helfern, die den Betrieb unter Corona-Bedingungen ermöglicht haben, und den Verantwortlichen in Rathaus und Gemeinderat auch deshalb in besonderer Erinnerung bleiben, weil die Gäste im nächsten Jahr sanierungsbedingt auf die Freizeiteinrichtung verzichten müssen. Im Moment werde an der Werkplanung gearbeitet, informiert der Knittlinger Bürgermeister Heinz-Peter Hopp. Der Gemeinderat werde sich mit dem Ergebnis befassen, dann stehe die Ausschreibung der Gewerke an. Zu prognostizieren, wann die Bagger anrücken werden, sei schwierig. „Das hängt davon ab, wie die Ausschreibungen laufen.“
So präsentierte sich die Festhalle den Stadträten Mitte Juni bei einem Ortstermin, als es noch darum ging, auszuloten, wie die für 2020 einkalkulierten 50000 Euro am sinnvollsten investiert werden sollten. Inzwischen stellen sich sehr viel grundsätzlichere Fragen. Foto: Becker
Während die Arbeiten am Freibad seit Jahren auf der Agenda stehen und keine Überraschung darstellen, hat sich in unmittelbarer Nachbarschaft mit der Festhalle eine weitere Baustelle aufgetan, von der die Stadträte eigentlich gehofft hatten, mit jährlichen Investitionen von 50000 Euro auf der sicheren Seite zu sein. Doch die Mängelliste ist weit umfangreicher als gedacht, was der Nutzung erst mal einen Riegel vorschob (unsere Zeitung hat berichtet). Wie geht es nun weiter? In Sachen Festhalle werde in den nächsten Tagen die Architektenfrage geklärt, schaut der Bürgermeister voraus. Auf der Basis von Gutachten gelte es dann, die Kosten für eine eventuelle Sanierung zu beziffern und darüber zu befinden, ob als Alternative Abriss und Neubau vorzuziehen wären. „Möglichst nicht am selben Standort“, sagt Heinz-Peter Hopp. Man hoffe, die alte Festhalle trotz der festgestellten Mängel unter Auflagen noch einige Jahre nutzen zu können, was der Stadt Zeit verschaffen würde, um an anderer Stelle Ersatz zu schaffen. „Die Stadt Knittlingen ohne Festhalle, das ist nicht vorstellbar“, betont der Rathauschef.
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