Neuer Schlossherr gesucht
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Nach langem Hin und Her soll das Vaihinger Wahrzeichen auf den Markt gebracht werden – Finanzministerium muss noch zustimmen
Die Zukunft des Vaihinger Schlosses Kaltenstein ist nach wie vor ungewiss. Ziemlich wahrscheinlich ist nur, dass die Immobilie, die seit drei Jahren leer steht, verkauft werden soll.
Sieht prächtig aus, ist aber nach wie vor ein Problemfall: Das Vaihinger Schloss Kaltenstein wird vermutlich bald zum Verkauf freigegeben. Foto: Disselhoff
Vaihingen. Das Wahrzeichen der Nachbarstadt gehört dem Land Baden-Württemberg. Seitdem das Christliche Jugenddorfwerk Deutschland, kurz CJD, als Mieter gekündigt hat und ausgezogen ist, zerbricht sich die für die Immobilie zuständige Landesbehörde Vermögen und Bau den Kopf darüber, was sie mit dem prächtigen Bauwerk anstellen soll. Und auch viele Vaihinger wollen wissen, wie es mit dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude weitergeht. Fakt ist, dass der Steuerzahler derzeit für den Problemfall zahlen muss. Nach Angaben von Vermögen und Bau kostet die Immobilie rund 100000 Euro im Jahr an Bewirtschaftungs- und Bauunterhaltungskosten inklusive des Sicherheitsdienstes. Mit Blick auf die Zukunft des Schlosses stand neben einem möglichen Verkauf oder einer Vermietung des Gebäudes von Anfang an auch eine Nutzung durch das Land im Raum. Diese Option ist inzwischen jedoch vom Tisch. „Es hat sich keine geeignete Landesnutzung gefunden“, sagt Andreas Hölting, Leiter des Amts Vermögen und Bau Ludwigsburg. Da auch die Stadt Vaihingen kein Interesse am Objekt habe, solle das Schloss nun verkauft werden. „Im vergangenen Jahr haben wir vom Finanzministerium den Auftrag bekommen, eine Verkaufsausschreibung vorzubereiten“, berichtet der Amtsleiter. Das Wahrzeichen soll also auf den Markt gebracht werden. In wenigen Wochen wird das Finanzministerium endgültig über die Freigabe der Immobilie entscheiden.
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