Nazi-Hetzer bekommt Nachhilfe in Geschichte

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„Lustige“ Whatsapp-Gruppe offenbart Abgründe. Jugendrichter nimmt dem Angeklagten aber seine Läuterung ab.

Pforzheim/Enzkreis. Dass die erschreckende Unkenntnis deutscher Geschichte die Verbreitung von Nazi-Symbolen und übler Hetze keineswegs zu Dumme-Jungen-Streichen macht, musste ein 21-jähriger Angeklagter aus dem Enzkreis gestern erfahren. Dank seiner Reue und geringer Wiederholungsgefahr beließ es Jugendrichter Udo Pawlischta bei einer Verwarnung und einer moderaten Geldstrafe.

Der niedliche Tiername der Whatsapp-Gruppe „Original Panda“, auf der angeblich lustige Videos zwischen den knapp 250 Mitgliedern getauscht werden sollen, war ein schlechter Witz. Als am 8. November 2018 Hitler und die Schreckensherrschaft in einer Reihe von Posts auf unterstem Niveau thematisiert wurden, verabschiedete sich einer der Teilnehmer angewidert und brachte dabei seine Meinung deutlich zum Ausdruck: „Tschüss. Ihr Nazi-Spasten.“

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