Nachbarn schildern ihre Leidensgeschichte
Lokales Online
Prozess gegen 57-jährige Frau fortgesetzt
Enzkreis (weg). Nein, schöner wohnen ist anders: Bisweilen den Tränen nahe schilderte der Nachbar der Angeklagten am Freitag vor der Auswärtigen Großen Strafkammer den Leidensweg seiner Familie. Vor allem in den letzten beiden Jahren habe er nur noch die Hälfte seiner Aufträge als Selbstständiger annehmen können, weil er aus Angst um seine Familie das Haus nicht verlassen habe, berichtete der Mann. Da flogen seiner Schilderung nach Wäscheständer hinter ihm aus dem Fenster, die 57-jährige Nachbarin habe ihn mit einem Gehstock traktiert, als er von ihr herausgerissene Pfosten um seinen Parkplatz wieder einsetzte, das Auto sei zerkratzt, Schrauben unter seine Lkw-Reifen gelegt worden. Seit September vergangenen Jahres ist nun Ruhe eingekehrt: Die Nachbarin lebt derzeit in einem psychiatrischen Krankenhaus. Verhandelt wird unter Vorsitzendem Richter Andreas Heidrich, ob sie weiterhin dort untergebracht bleibt.
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