Muttersprache

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Heute ist Donnerstag, was eigentlich nicht weiter erwähnenswert ist. Doch es ist kein gewöhnliches Datum, sondern der internationale Tag der Muttersprache. Beim Nichtrauchertag ist die Botschaft klar, aber wozu soll uns der spezielle heutige Tag animieren? Muss oder darf jeder ausschließlich in seiner ureigensten Zunge sprechen? Da könnte bedeuten, dass türkische oder italienische Bäckereikunden ihre Brötchenwünsche in für die deutsche Verkäuferin unverständlichen Worten äußern. Aber vielleicht schließt der Begriff „Muttersprache“ ja sogar Dialekte ein. Dann allerdings könnt’ d’r Bundestagsvizepräsident Thierse freilich glatt uff d’r Sau naus. Müsste er sich in Berlin doch politisch korrekt schwäbische Vokabeln wie „Weckle“ statt „Schrippen“ anhören.

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