Musikalität elektrisiert die Zuhörer
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Bei den Maulbronner Klosterkonzerten begeistert das Rolston String Quartet das Publikum
Maulbronn. So sehen Sieger aus: Jung und dynamisch nehmen die vier jungen Musiker des Rolston String Quartets Besitz von der Bühne im Laienrefektorium. 2016 gewannen Luri Lee, Jeffrey Dyrda (Violine), Hezekiah Leung (Viola) und Cellist Jonathan Lo den renommierten Wettbewerb „Banff International String Quartet Competition“.
Verträumt und zart heben sie im Maulbronner Kloster zu Maurice Ravels Streichquartett opus 35 an. Sind es tatsächlich vier einzelne Musiker, die sich die Bühne teilen? Sie wirken wie ein gemeinsames Ganzes in den verschiedenen Facetten ihres Seins. Kernig und warm ist ihr Klang, rund sind die Tiefen und schmeichelnd die Höhen. Ein breiter musikalischer Fluss ergießt sich ins Auditorium, das hingerissen lauscht. Und so mancher Seufzer entflieht manchem Gast bereits nach Ende des ersten Satzes. Frech, ja fast keck ist der Pizzicatobeginn des zweiten Satzes als Gegensatz zu den großen, weitläufigen Melodiebögen, die nie die Erdenhaftung verlieren und doch losgelöst erscheinen. Die konzentrierte Hingabe des Publikums ist jetzt schon kaum zu steigern, so spannend und mitreißend spielt das Rolston String Quartet das zu seiner Zeit von der Fachjury des Prix de Rome abgelehnte Werk Ravels.
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