Mit Glanz und Spielfreude
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Die Compagnia di Punto führt Werke von Rosetti in der Klosterkirche auf
Maulbronn. Gespannte Ruhe breitet sich in der Klosterkirche aus, als die 22 Ensemblemitglieder der Compagnia di Punto das Podium vor dem Altar füllen. Antonio Rosettis Sinfonie in C-Dur eröffnet den Konzertabend. Noch scheint es, dass sich die Musiker, die sich auch alle in anderen herausragenden Ensembles einen hervorragenden Ruf erarbeitet haben, zusammenfinden müssen. Noch müssen sich die alten Instrumente, die die filigrane Musik der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wiedergeben wollen, an die freizügige Akustik der Kirche anpassen, damit sich deren musikalische Feinheiten den Ohren der Zuhörer entfalten können. Im Presto dann klingt Lust und Spielfreude durch, die manch schönen Moment entstehen lässt.
Die Compagnia di Punto beim Konzert in der Maulbronner Klosterkirche. Foto: Fotomoment
Der Finne Jani Sunnarborg zeigt als Solist in Rosettis technisch anspruchsvollem Fagottkonzert B-Dur sein Können. Die Kadenzen spielt er überzeugend und mit viel Gefühl aus. Im Largo ist die Balance zwischen Solist und Ensemble weitaus ausgewogener, und die Compagnia kann den lyrischen Satz warm leuchten lassen, bevor ein lebhaftes Rondo das Werk beschließt. Energisch und flott beginnt das Hornkonzert d-moll, bevor sich Solist und Ensembleleiter Christian Binder auf seinem Naturhorn ins musikalische Geschehen einmischt. Binder beherrscht das eigenwillige Instrument, dem in diesem Konzert einiges an Technik abverlangt wird, sein Ton ist weich, manchmal fordernd, und gekonnt schlängelt er sich durch die schwierigen Passagen.
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