Mit Farbenrausch ins pralle Leben

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Modenschau an der Fakultät für Gestaltung: Kollektionen sind auch von der politischen Realität geprägt

Zwischen dem Rückzug ins Kuschelland und einem Farbenrausch hat sich die Modenschau an der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim bewegt.

Mit Farbenrausch ins pralle Leben

Hallo fröhliches Zigeunerleben: Die Abschluss-Kollektion „Gypset“ von Ann-Kathrin Zeller setzt Akzente.

Pforzheim. Für die reale Welt mag es ja gelten, das Vermummungsverbot. Und es mag der eine oder andere auch darüber diskutieren, worunter die „blinzelnden“ Burkas zählen. Die Frage stellt sich in der Hochschule nicht: Bei der Modenschau, krönendes „Highlight“ der Werkschau am Ende des Wintersemesters sind auffallend viele Models für die Betrachter scheinbar „blind“ unterwegs, weil der Kopf ganz hinter mullbindenartigen Gebilden, Schleiern oder Stofffetzen verschwindet. Das soll keine Persiflage sein, das soll keine Terror-Angst wecken, die Studierenden lassen in ihre Kollektionen aber immer auch ein Stück Realität fließen – Politik eingewoben in feine Stoffe. Das kann auch ein Stück weit Identitätssuche bedeuten. Bei Rabia Cimen zum Beispiel, die viel Applaus für die Suche nach ihren Wurzeln, nach den „Roots“ erntet: Als türkisch-stämmige Frau in einer westlichen Welt begibt sie sich auf eine Reise in den Orient, um vergessene Erinnerungen zu wecken.

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