Menschen sorgen für den Glanz des Schmucks

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IG-Metall-Ausstellung zeigt den „Arbeitsalltag im Wandel“

Pforzheim. Bereits zu ihrem 125-jährigen Bestehen hatte die IG Metall im Jahr 2016 die Menschen in den Mittelpunkt gestellt, für die sie sich tagtäglich einsetzt, und Fotos im Lichthof des Alten Rathauses Pforzheim gezeigt. Fotos, die Menschen an ihren Arbeitsplätzen in metallverarbeitenden Betrieben zeigt. Im Jubiläumsjahr der Uhren-, Schmuck- und auch Edelmetallindustrie – wie Erste IG-Metall-Bevollmächtigte Liane Papaioannou betont – legt man noch eine Schippe obendrauf. Eingeschränkt wird die Ausstellung dieses Mal – am gleichen Ort – auf die Edelmetallbetriebe der Region, aber die von Winfried Reinhardt bereits in der Schublade vorhandenen Fotos werden von ihm noch um Repro-Arbeiten ergänzt. Repros deshalb, weil auch der beste Industriefotograf keine historischen Aufnahmen nachstellen könne. Und schon gar nicht die bereits Verstorbenen wieder zum Leben erwecken, die an ihren Kettenmaschinen saßen, am Gussofen standen. „Die Herausforderung war vielmehr, die Fotos zu finden“, sagt er.

Menschen sorgen für den Glanz des Schmucks

Das „Trio“ steht vor den Witzenmann-Aufnahmen – von links die Erste IG-Metallbevollmächtigte Liane Papaioannou, Fotograf Winfried Reinhardt und Journalistin Ina Rau. Foto: Roth

Gemeinsam mit der Journalistin Ina Rau hatte Reinhardt in Kisten gekramt, in Archiven gewühlt. Die Fleiß-Aufgabe von Ina Rau war es, in kurzen, prägnanten Texten den Bogen zu spannen und den Titel der Ausstellung „Arbeitsalltag im Wandel“ darzustellen. „Ich wusste zum Beispiel noch nicht, dass die Firma Witzenmann einmal Ketten hergestellt hat“, so Reinhardt. Heute ist das Unternehmen für seine flexiblen Metallschläuche bekannt. Und so kann man an acht weiteren Unternehmen anhand informativer und keineswegs überfrachteter Tafeln an den Wänden von zwei Geschossen nachvollziehen, welche weiteren Blüten außer Uhren- und Schmuckherstellung getrieben wurden und angesichts des Niedergangs der Industrie auch getrieben werden mussten. Es sind die Menschen, die dafür verantwortlich sind, dass Schmuck glänzt, wie Papaioannou bei der Vernissage klarmachte. Für sie ist das Goldstadtjubiläum „ein Jubiläum der Menschen, die seit 250 Jahren Tag für Tag in der Branche arbeiten“.

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