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Beim Sommerempfang der IHK referiert Philosophie-Professor Julian Nida-Rümelin

Pforzheim. Es war keine leichte Kost, die der Philosophie-Professor Julian Nida-Rümelin den rund 300 Gästen beim Sommerempfang der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald (IHK) im CongressCentrum Pforzheim am Donnerstagabend servierte. Dem Hauptgeschäftsführer der IHK Nordschwarzwald, Martin Keppler, entlockten die Ausführungen nach dem Ende des Referates ein anerkennendes, aber auch überwältigtes „Wow!“.

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Sommerempfang der IHK: Julian Nida-Rümelin (v.li.), Professor für Philosophie und ehemals Staatsminister im ersten Kabinett Gerhard Schröder, mit Präsidentin der IHK Nordschwarzwald, Claudia Gläser, und Martin Keppler, dem Hauptgeschäftsführer der IHK Nordschwarzwald. Foto: Bott

Das Spezialgebiet von Nida-Rümelin, von 2001 bis 2002 Staatsminister im ersten Kabinett Gerhard Schröders, ist die Verbindung von Ökonomie und Ethik. Folgt man seinen Einschätzungen, dann muss es der Wirtschaft in Deutschland nicht bange sein. Die gewerbliche Wirtschaft sei deutlich stärker als in vergleichbaren europäischen Staaten. Gleiches gelte, trotz mancher Verwerfungen, nach wie vor auch für das Bildungssystem. Beim Megathema Digitalisierung riet er den Anwesenden zu vorsichtigen Entscheidungen. Deren Entwicklung sei begleitet von falschen Prognosen. Horrorszenarien, laut denen dadurch massiv Arbeitsplätze verloren gingen, verwies er ins Reich der Legende. „Die Digitalisierung wird unser Leben verändern“, referierte Nida-Rümelin, „aber wir sehen noch nicht wie.“

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