Maulbronner Stadträte bekommen mehr Geld

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Von 2015 an gibt es pauschal 80 Euro im Monat

Maulbronn (md). Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung hat der Maulbronner Rat für eine Erhöhung der Aufwandsentschädigung für Stadträte gestimmt. Die Verwaltung hatte diesen Vorschlag eingebracht und unter anderem damit begründete, dass „das wichtigste Ehrenamt der Kommune“ zunehmend anspruchsvoller geworden sei. Der erhöhte Aufwand soll mit der nach Ansicht des Bürgermeisters Andreas Felchle moderaten Anpassung von 60 auf 80 Euro im Monat ausgeglichen werden. Die letzte Erhöhung der „Diäten“ liegt zwölf Jahre zurück.

Zur Erhöhung an sich gab es im Rat keine kritischen Stimmen, allerdings zum Auszahlungsmodus als monatliche Pauschale. Der Sprecher der Liste Mensch und Umwelt, Peter Wilhelm, kritisierte, dass dadurch auch Stadträte, die bei Sitzungen nicht anwesend seien, Geld bekämen. Felchle verteidigte die Umstellung damit, dass es in Maulbronn „keine Sitzungsschwänzer“ gebe und dass die Umstellung der Verwaltung die Arbeit erleichtern würde. Für letzteres Argument erhielt er Rückendeckung von SPD-Sprecher Walter Schäfer: „Ich sehe das auch als Entbürokratisierung.“ Dass der Beschluss noch vor der Kommunalwahl kommt, hat einen konkreten Hintergrund: Damit wolle man dem neuen Gremium „völlig ungerechtfertigte“ Diskussionen über eine Selbstversorgung ersparen, so die Verwaltung.

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