Maulbronner Deponie macht gutes Geschäft
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Jahr 2018 sticht mit positiver Bilanz wegen Daimler-Großbaustelle hervor
Maulbronn. Der Aufsichtsrat der Hamberg Deponie-Gesellschaft mbH (HDG) hat sich kürzlich mit dem Jahresabschluss für 2018 beschäftigt. Die Geschäfte liefen offennbar gut. Das geht aus der Bilanz hervor, die unserer Zeitung vorliegt.
Die HDG ist eine Kooperationsgesellschaft der Abfallverwertungsgesellschaft des Landkreises Ludwigsburg (AVL) und des Enzkreises. Die beiden Partner hatten sich 2010 unter anderem mit dem Ziel zusammengeschlossen, die Restverfüllung der Deponie Hamberg bei Maulbronn in deren Deponieabschnitt V und dessen anschließende Stilllegung und Nachsorge zu betreiben. Gesellschafter der Deponie sind zu jeweils 50 Prozent die AVL und der Enzkreis. Die Bilanz 2018 war vor allem deshalb überdurchschnittlich gut, weil eingeplante Großinvestitionen und damit Kosten in die Zukunft verschoben wurden. Auch das Entsorgungsgeschäft lief rund. Die angenommenen Müllmengen lagen mit 104271 Tonnen um 53 Prozent über der Prognose von 68000 Tonnen. „Vor allem in den Monaten April und Mai waren die Mengen sehr hoch. Ursache dafür war unter anderem die Großbaustelle von Daimler Sindelfingen.“ Dadurch lagen die Erlöse mit rund vier Millionen Euro um etwa 41 Prozent über dem Planansatz. Um für die Nachsorgekosten genug Geld zu haben, muss die HDG regelmäßig etwas von ihrem Gewinn zurücklegen. „In den vergangenen Jahren war es nicht immer möglich, die Rückstellungen vollständig in der jeweils erforderlichen Höhe zu bilden.“ 2018 sei dies, bedingt durch die guten Erlöse, möglich. Sowohl die aktuellen als auch die noch offenen Beträge aus den Vorjahren seien nun zu stemmen. Rund 1,3 Millionen Euro würden zurückgelegt. Nach Steuern habe im vergangenen Jahr ein Gewinn von rund 474000 Euro erwirtschaftet werden können. In einem Fazit blickt die HDG positiv in die Zukunft, weil die Prognosen für das Entsorgungsgeschäft dank einer entsprechenden Nachfrage gut seien. „Dennoch soll die Deponie – wegen der zu Ende gehenden Verfüllkapazitäten des Deponieabschnitts V – bis zum Jahr 2023 mit reduzierten Jahresmengen weiter nachhaltig bewirtschaftet werden“, teilt die HDG mit.
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