MWK: Wer ist jetzt wirklich am Zug?
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Amt wartet auf Insolvenzverwalter, der wiederum auf das Amt wartet
Maulbronn. In Maulbronn wartet mitten in der Stadt eine große Industriebrache darauf, von einem Investor wachgeküsst und mit Hilfe von Neubauten in Form von Wohnhäusern und Gewerbeeinheiten zu neuem Leben erweckt zu werden. Industrie, die auch in den heutigen Zeiten noch häufig Lärm und Dreck verursachen kann, soll auf dem ehemaligen Gießereigelände hingegen keinen Platz mehr haben.
Ein Investor, der in Maulbronn in großem Stil investieren will, steht zwar bereit, doch er weiß immer noch nicht genau, wie viel Geld er für seine Pläne in die Hand nehmen muss. Und das, obwohl der Sanierungsplan, der regelt, wie die Altlasten auf dem Gelände entsorgt werden müssen, längst fertig ist. Das betont jedenfalls auf Nachfrage der Insolvenzverwalter Dr. Philipp Grub aus Stuttgart, der momentan noch Eigentümer der Fläche ist. Warum es in der Sache keine Fortschritte gibt, erklärt Grub folgendermaßen: „Da läuft noch ein behördeninternes Verfahren, wir warten also noch auf ein Signal des Umweltamts.“ Er habe den Sanierungsplan längst freigegeben, betont der Jurist auf Nachfrage unserer Zeitung. Der Sachverhalt stellt sich aus Sicht des Umweltamts im Landratsamt Enzkreis jedoch ganz anders dar: „Wir haben den Sanierungsplan für verbindlich erklärt, die Gegenseite wollte ihn juristisch prüfen – diesbezüglich gab es auch ein mündliches Okay“, sagt Umweltamtsleiter Axel Frey. „Wir warten nur noch auf die schriftliche Stellungnahme.“ Im Gespräch mit unserer Zeitung kündigte Grub an, in der Angelegenheit am heutigen Montag beim Umweltamt nachhaken zu wollen.
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