Liebende und Rächerin

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Pforzheim (pm). Der Amateurtheaterverein zeigt an diesem Samstag, 7. Juli, von 20.30 Uhr an im Pforzheimer Kulturhaus Osterfeld ein weiteres Mal seine Produktion „Medea – Tragödie von Euripides“.

Euripides gestaltet 431 vor Christus die Geschichte der Zerstörung einer Familie und den Umschlag von bedingungsloser Liebe in blindwütige Destruktivität. In einer von Männern bestimmten Welt ist Medea in jeder Hinsicht „die Fremde“. Zwischen ihrer gefühlsdominierten Sicht und der rationalen Argumentation Jasons klaffen Welten. Medea: die „wilde Frau“, die „böse Mutter“, die „fremde Andere“, die „gewalttätige Rächerin“. Offenbar übt die zutiefst ambivalente Figur unter den antiken Mythen eine besondere Anziehung aus. Sie ist heilkundige Zauberin einerseits und zugleich todbringende Giftmischerin, leidenschaftlich Liebende und Mehrfachmörderin aus Liebe und enttäuschter Liebe. Karten gibt es im Kulturhaus unter 07231/3182-15.

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