Leitplanken: Todesgefahr für Biker

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Was Autofahrern oft das Leben rettet, kann Motorradfahrer das Leben kosten

Enzkreis/Pforzheim. Für den 26-jährigen Kawasaki-Fahrer, der am Donnerstagmorgen auf der B10 bei Enzberg verunglückte, war eine Leitplanke keine schützende Barriere, sondern ein tödliches Hindernis. Wie Erster Polizeihauptkommissar Joachim Zwirner, Leiter des Stabsbereichs Verkehr beim Polizeipräsidium Karlsruhe, sagt, sei der junge Mann in einer Linkskurve von der Fahrbahn abgekommen und mit so großer Wucht gegen die Leitplanke geprallt, dass er seinen Verletzungen noch vor Ort erlag.

Mit einem Biker-Gottesdienst in der Freien evangelischen Gemeinde in Mühlacker und einer Ausfahrt wurde die Aktionsreihe „Sicher im Sattel“ der Polizei 2013 abgeschlossen. Archivfoto: Appich

Mit einem Biker-Gottesdienst in der Freien evangelischen Gemeinde in Mühlacker und einer Ausfahrt wurde die Aktionsreihe „Sicher im Sattel“ der Polizei 2013 abgeschlossen. Archivfoto: Appich

Das Schicksal, das der Motorradfahrer erlitt, ist kein tragischer Einzelfall, sondern eher die Regel als die Ausnahme. Leitplanken seien an manchen Stellen vorgeschrieben, sagt Zwirner. So auch an dem Unfallort bei Enzberg, wo die Planke verhindern soll, dass Autos gegen einen Strommast fahren. Oftmals retteten Leitplanken das Leben von Autofahrern, weiß Zwirner. Doch gleichzeitig – das ist die erschreckende Kehrseite der Medaille – kann eben diese Schutzeinrichtung Motorradfahrer das Leben kosten. Leitplanken seien die häufigste Ursache für Motorradunfälle, die tödlich enden.

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