Landrat erneuert Appell an Bürgermeister
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Enzkreis sucht Plätze für Notunterkünfte – Zeltlösungen möglich
Enzkreis (pm). Mit einem weiteren Brief bittet Landrat Karl Röckinger die Enzkreis-Bürgermeister um Unterstützung: Da die bisherigen Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge nicht ausreichen würden, komme man um die Einrichtung von Notunterkünften wohl nicht herum. Der Kreis suche nun geeignete Plätze oder Gebäude für eine Übergangslösung.
„Wir benötigen ab spätestens Ende Januar mindestens zwei Standorte zur Unterbringung von jeweils 120 Flüchtlingen für die Dauer von vier bis sechs Monaten“, schreibt der Landrat. Derzeit sei geplant, die Menschen in Zelten unterzubringen; auch Wohncontainer kämen in Betracht. Besser wäre es jedoch, wenn es in den Gemeinden leerstehende Hallen oder vergleichbare größere Objekte gäbe – nicht zuletzt aufgrund der zu erwartenden Witterungsverhältnisse. „Wir haben uns zusammen mit den Gemeinden in den vergangenen Monaten intensiv um neue Unterkünfte bemüht“, sagt Röckinger. Im Juni hatte er sich deshalb, wie berichtet, mit einem Brief an die Bürgermeister gewandt und um Unterstützung gebeten. Angesichts der aktuellen Entwicklungen reichten die Kapazitäten jedoch aller Voraussicht nach nicht aus: „Wir erwarten aktuell mindestens neue 75 Asylbewerber im Monat“, beschreibt Röckinger die Lage; hinzu kämen Menschen, die einen Folgeantrag stellen. Die Situation verschärfe sich dadurch, dass die Landesaufnahmestelle die Flüchtlinge deutlich eher als bisher an die Stadt- und Landkreise weiterleite.
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