Kurzarbeit bewahrt vor traurigem Rekord

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Arbeitslosigkeit in der Region ist im Juli nochmals gestiegen. Trend hat sich verlangsamt. Quote für den Enzkreis liegt bei 3,7 Prozent. Im Zuständigkeitsbereich der Geschäftsstelle Mühlacker sind 4,1 Prozent der „zivilen Erwerbspersonen“ ohne Job.

Enzkreis (pm). Die Zahl der Arbeitslosen ist in der Region weiter gestiegen; laut der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim allerdings weniger stark als in den Monaten zuvor. Mitte Juli waren laut der Behörde 16115 Menschen ohne Job, das sind 414 oder 2,6 Prozent mehr als im Juni. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den regionalen Arbeitsmarkt zeigten sich nach wie vor sehr deutlich beim Vergleich mit dem Vorjahr, heißt es im Monatsbericht der Arbeitsagentur. Im Juli 2019 seien noch 5472 oder 51,4 Prozent weniger Menschen arbeitslos gemeldet gewesen.

Kurzarbeit bewahrt vor traurigem Rekord

Das regionale Arbeitsmarktbarometer für Juli. Foto: ©Ridvan - stock.adobe.com/Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim.

Die Arbeitslosenquote hat sich um 0,1 Punkte auf 4,7 Prozent erhöht; vor einem Jahr lag sie bei 3,1 Prozent. Nach wie vor, so die Agentur für Arbeit, werde das Instrument der Kurzarbeit „von den Betrieben in einer noch nie da gewesenen Größenordnung in Anspruch genommen“. Dadurch sei bislang verhindert worden, dass die Arbeitslosigkeit die Höchstwerte der Finanzkrise 2009 mit mehr als 19000 Arbeitslosen erreicht hat. Im Juli seien weitere 106 Anzeigen auf konjunkturelles Kurzarbeitergeld für 1612 Beschäftigte eingegangen. Nach einer ersten Hochrechnung der Agentur zur tatsächlich realisierten Kurzarbeit im Nordschwarzwald waren im März bereits 18646 Mitarbeiter in 2277 Betrieben nicht in vollem Umfang tätig.

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