Künste verschmelzen zu einer Einheit
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Neulingen/Pforzheim (pm). Trotz erheblicher Veranstaltungskonkurrenz ließen sich kürzlich in der Galerie der Künstlergilde Buslat auf dem Katharinenthaler Hofgut bei Pforzheim mehr als 30 Gäste von einer Performance der besonderen Art verzaubern. Etwas Besonderes für die Gilde, so Norbert Jüdt in seiner Begrüßung, in zweierlei Hinsicht: Zum einen, weil die Darbietung stilprägende Gestaltungsmerkmale der Juni-Ausstellung von Helmut Weisser als Kulisse in Musik und Tanz umsetze; zum andern, weil schon die Gründungsväter des Vereins den Gedanken einer „Einheit der Künste“ verfolgt hätten. Diese Einheit wurde mit der Aufführung demonstriert – und zwar nicht nur wie üblich als musikalischer Rahmen für eine Vernissage, sondern integrativ auf dem Boden der allen Künsten gemeinsamen Gestaltungsprinzipien.
Erstmals in der Geschichte der Gilde verbanden sich die silbrigen Klänge des Clavicords, gespielt von Eva-Maria Heinz, mit der rhythmisch ritualisierten Bewegungskunst von Rosina Sonnenschmidt in fernöstlichen Masken, Gewändern und Tanzsäcken. Besonders beeindruckten waren dabei die hörbar und spürbar rauschenden Isis-Flügel in verschiedenen Varianten, die den Schwung der Arme an glänzende, schimmernde, funkelnde, farbige, strahlenförmige Faltenflächen weitergaben, vergrößerten, beschleunigten und zu einem Fest für die Augen machten. Kontrastiert wurde diese Legierung aus Klang, Bild und Bewegung durch Rezitationen von Rosina Sonnenschmidt, deren Ausdrucksstärke und Rhythmus auch die Sprache zur Musik machte.
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